Mittwoch, 11. Mai 2011

biertest: SÜNNER BIOCOLONIA

Jesses Maria! Da schreibe ich hier erstmal wieder Ewigkeiten nicht mehr und ZACK! entstaube ich meine beliebte(?) Bierverkostungsrubrik!

Dafür gibt es natürlich auch einen triftigen Grund: Hinter unserem Haus in Kalk hat seit Ende April ein kleiner Park geöffnet, der augenscheinlich mit der Sünner-Brauerei um die Ecke verbunden zu sein scheint. Diesen haben jedoch eine Gruppe listiger Kalk-Verschönerer eingenommen und so mittels einiger Hollywoodschaukeln, Sofas und anderen Sitzgelegenheiten ein wundervolles Frischluftetablissement geschaffen.

Ausgeschenkt wird nebst einiger Sorten Herrmann Brause auch die kleine Vielfalt Sünner-Spezialitäten. Mein Augenmerk richtete sich promt auf das Getränk namens SÜNNER BIOCOLONIA. Ein Biokölsch!? Ich konnte es nicht fassen...Als nicht gerade riesiger Verehrer der kölschen Braukunst interessierte es mich aber schon, was das für ein Geplörr sei. Also bestellt, gekriegt und auf dem Sofa platzgenommen. Und da viel schon mal auf: Eigentlich ist das BIOCOLONIA überhaupt kein richtiges Kölsch. Es ist zwar obergärig, wie des Kölners Lieblingssaft, jedoch naturtrüb und mit Hefe angereichert (und deshalb wahrscheinlich auch naturtrüb).

Geschmacklich überraschte das COLONIA mich in fast jeder Hinsicht. Zwar merkt man den generell recht "leichten" Charakter des Bieres, andererseits ist es, im Gegensatz zum normalen Kölsch, tatsächlich eine Form von Herbheit zu erkennen. Zudem gesellt sich eine dezent ausgeprägte bittere Note hinzu, die erfrischend wirkt.


Gerade aufgrund dieser Bitterkeit (nicht stark, jedoch vorhanden) wird das Gebräu sicherlich nicht jedermanns Sache sein.
Quasi das Tonic Water unter den Bieren: Nicht jeder mag es, wer es aber mag liebt es.

3,5 Biertulpen

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